Dr. Bernd Althusmann

Mitglieder in digitalen Formaten stärker und früher einbinden Die Amtszeit künftiger Kanzler der Union sollte auf zehn Jahre begrenzt werden, fordert Niedersachsens CDU-Vorsitzender Bernd Althusmann im Interview Mit der FAZ. Eine aufkeimende Wechselstimmung sehe er nicht. Wohl aber eine deutlich schlechtere Stimmung für die Union als Resultat der schwierigen Tage in den vergangenen zwei Wochen.

Ob er in der Frage der Kanzlerkandidatur mit sich gerungen habe, beantwortet Althusmann mit einem klaren “Ja” und verweist dabei auch auf das ausführliche Stimmungsbild aus den niedersächsischen Kreisverbänden der CDU, welches er im Bundesvorstand weitergegeben habe. “Aber persönlich habe ich an meiner Überzeugung festgehalten, dass Armin Laschet Kanzlerkandidat werden soll”, so Althusmann.

Auf die Frage, was die CDU aus der aktuellen Lage für die Zukunft lernen könne, antwortete Althusmann klar: “Es war ein Versäumnis, dass wir trotz einiger schwieriger vergleichbarer Erfahrungen in der Vergangenheit – 1979 und 2002 – immer noch kein geordnetes Verfahren zur Festlegung eines gemeinsamen Kanzlerkandidaten von CDU/CSU haben. Daran müssen wir arbeiten. Ohnehin steht die Union vor der Aufgabe, sich strukturell auf eine sich immer schneller verändernde Gesellschaft und deren Erwartungen an ein Heute und Morgen einzustellen, das gilt inhaltlich und personell. Wir sollten als Partei festlegen, die Kanzlerschaft auf zwei Wahlperioden zu begrenzen. Auf maximal zehn Jahre mit einer Wahlperiode von dann fünf Jahren. Wir sind durch die lange Amtszeit Angela Merkels vielleicht etwas zu selbstsicher, manchmal auch träge geworden. Deshalb sollten wir jetzt unsere Mitglieder auch mit digitalen Formaten stärker und frühzeitiger in wichtige Führungsentscheidungen einbinden.” Das vollständige Interview finden Sie auf FAZ online.