Amtierender Ministerpräsident in der Krise offenbar überfordert

Mangelnde Transparenz und kaum erkennbarer Aufklärungswille im VW-Dieselskandal und die fragwürdige Passivität des amtierenden Ministerpräsidenten: Es gibt zu viele unbeantwortete Fragen im Dieselskandal. Zahlreiche  nationale und internationale Anwaltskanzleien beschäftigen sich mit der Abwehr von Schadensersatzansprüchen. Der eigentliche Bericht aber über interne Versäumnisse soll entgegen bisheriger Ankündigungen unter Verschluss bleiben. Die dafür verantwortliche Krisenmanagerin geht mitten in der Krise mit einem fragwürdigen goldenen Handschlag. So werden die Vorgänge um Abgasmanipulationen zu einer dauerhaften Belastung für VW mit drohendenden weiteren Milliardenbelastungen. Die Salamitaktik gefährdet weitere Arbeitsplätze. Es drängt sich mir der Eindruck einer völligen Überforderung des amtierenden Ministerpräsidenten in dieser Krise auf. Das ist schlecht für Niedersachsen und die Mitarbeiter von VW an unseren 6 Standorten.

Herrn Piëchs Aussagen vor der Staatsanwaltschaft Braunschweig zur Rolle des früheren Konzernchefs Martin Winterkorn lassen die Entscheidung des amtierenden Ministerpräsidenten, den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Winterkorn im Machtkampf mit dem damaligen Chef des Aufsichtsrates Piech den Rücken zu stärken, in einem anderen Licht erscheinen. Hat der Niedersächsische Ministerpräsident bei dem Krisentreffen des Präsidiums des VW-Aufsichtsrats Mitte April 2015 in Salzburg von Piëch Informationen erhalten, die eine andere Bewertung des Sachverhalts zwingend notwendig gemacht hätten?

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